Freitag, 2. August 2013

Sogentlüftung beim Camper-WC entduften

Eine Sogentlüftung ist eine geniale Sache, da man ohne Chemie auskommt. Sie saugt die unangenehmen Düfte ab und leitet sie nach außen. Das Ganze sitzt hinter dieser Klappe:




 Hier sieht man den Abluftschlauch, der die Luft nach außen leitet.

 Hinter dieser Kappe, die mit 6 Schrauben befestigt ist, befindet sich ein ganz wesentliches Teil, der Aktivkohlefilter. Er nimmt die unangenehmen Gerüche auf.




 Irgendwann ist er voll. Man merkt es daran, dass es stinkt.
 Ersatz gibt es nur im Spezialhandel. Daher musste ich improvisieren:
Ich kaufte beim Neuber auf der Wienzeile zwei Sackerln Aktivkohle Um Euro 7,50: Granulat und Pellets. Ich schnitt zwei schmale Streifen vom vollen Filter ab, damit die Pellets nicht rausrieseln. Ein Streifen oben, einer unten. Dann die Pellets rein, das Granulat dazumischen. Ob die Pellets reichen würden, weiß ich nicht.
Aus einem Tiefkühlbeutel schnitt ich eine Abdeckfolie, klemmte sie unter den Gummi, klebte sie unten mit Tape fest ... oben muss man sie abschneiden, weil da kommt die Abluft rein.


 montieren ...


Fertig. Funktioniert!
Ich habe noch für die nächsten 30 Jahre Aktivkohle übrig.

Mittwoch, 31. Juli 2013

Was gibt es schöneres, als an schönen Plätzen zu verweilen ...

... Am Meer ...

... am Fluss ...

 ... Kaffee trinken ...
... oder Kokosmilch ...

(schaut sehr lässig aus, aber bis man die Kokosnuss soweit hat wie am Bild sind umfangreiche handwerkliche Maßnahmen nötig)

... und Feierabend genießen.



Mittwoch, 5. Juni 2013

In diesem Jahrzehnt schon das zweite Jahrhunderthochwasser

Wir schreiben Mittwoch, den  29. Mai. Ich sitze im Auto in Richtung Holland und höre Nachrichten. Es wird eine Unwetterwanrnung herausgegeben. Über hundert Liter pro Quadratmeter für den Süden Deutschland, Überschwemmungsgefahr. Ich interpretiere das so: Es besteht die Gefahr von Überschwemmungen.
Ich höre auf der langen Reise diese Warnung jede Stunde.
2 Tage lang.

Dann kommt die Flut, wie seit Tagen vorhergesagt.

Eine Woche nach der ersten Warnung regt sich jemand im Fernsehen auf, dass die Behörden zu spät/zuwenig usw. gewarnt hatten.

 Wie warnen Behörden? Mit Luftschutz-Sirenen?

Für mich stellt sich die Frage, warum es nicht ausreicht, im Radio zu warnen.

Ist es wirklich das versagen der Behörden (welcher übrigens), wenn die Leute nicht einmal 1 x / Tag das Radio aufdrehen?

1 Woche später. Das im Radio seit 1 Woche angesagte Hochwasser hat zu Überschwemmungen geführt und zu Schäden. Es ist spannend: Die meisten Leute haben nicht reagiert. Manche schon. Ein Hotel hat alles abgedichtet und eine Pumpe läuft. Ein anderes hat abgedichtet und das untere Geschoß mit klarem Wasser geflutet (das Problem ist nicht das Wasser, sondern der Dreck).

Manche Gemeinden haben Hochwasserschutz, benachbarte Gemeinden nicht.

Dort geben die Leute den Politikern die Schuld (und wählen sie aber im Herbst wieder).

Ich verstehe sehr gut, wenn man nichts macht, trotz Warnung. Mache ich auch oft so. Aber ich verstehe nicht, wie man dann anderen die Schuld geben kann. Wenn ich zu faul/bequem/unflexibel/realitätsverweigernd/ oder was immer bin, und eine Warnung bagatellisiere, ist das verständlich, aber wieso ist jemand anderer schuld?

Mich erinnert das an die aktuelle Finanzsituation. Dass das System zusammenbrechen wird, ist vorhergesagt. Wie ein Hochwasser kann es kommen oder auch nicht, später oder früher, stärker oder schwächer. Aber wenn es zusammenbricht, braucht man sich doch nicht zu wundern, oder? Wir alle tragen dazu bei. Immerhin wählen wir mehrheitlich wieder die Politiker, die den Zusammenbruch nicht verhindern wollen.
Genauso werden wir mehrheitlich wieder die Politiker wählen, die lieber streiten als Dämme zu bauen.
Damit wir beim nächsten Jahrhunderthochwasser in ein paar Jahren wieder jammern können.

Dienstag, 26. März 2013

Frühlingstour auf der Hohen Wand

Endlich Frühling!

Da freut man sich auf eine nette Klettertour in sonnendurchglühtem Fels.
Mit Amina wird das Spaß machen.
Natürlich kommen wir erst um halb 5 Uhr weg, nicht umsonst haben wir von Dietrich Hasse und Lothar Stutte das Attribut "Nachtschmiede"  bekommen. Und das schon vor 25 Jahren. Diesem Ruf sind wir treu geblieben.

Bald ziehen wir los, es ist noch hell.
Zuerst geht es durch den Föhrenwald, dann geht die Sonne langsam unter.

Es wird steiler und steiler, dann müssen wir die Griffe und Tritte aus dem Schnee graben.


Bei einem gemütlichen Lagerfeuer wärmen wir uns auf, braten Knabbernossi und essen Kekse dazu.
Dann kommen noch ein paar steile Platten ...
... steile Leitern und viel Schnee. Es kommt Himalaya Feeling auf. Im Winter ist der Hanslsteig nicht zu unterschätzen. Vor allem in der Nacht.

Auf der Hochfläche herrschen geradezu arktische Verhältnisse (Schneesturm), mit etwas Glück finden wir im Dämmerschein des Mondes auf Anhieb den richtigen Abstieg durch die Brunnerries und finden sogar das Auto wieder.
Für einige Stunden waren wir in der Wildnis, haben außer ein paar Wildschweinen, Hasen, Vögeln nichts Lebendes gesehen.
Wir kommen in Wien gerade zurecht, um das 2:2 Tor von Alaba zu sehen.

Mittwoch, 8. August 2012

Rund um Alonissos

Weil es mir bei der Umrundung von Skopelos so gut gegangen ist, beschließe ich nach Alonissos zu fahren und auch diese Insel zu umrunden.
Zuerst geht es übers offene Meer:

Den Wind im Rücken geht es mit ca. 20 Km/h dahin und ich erreiche die Insel. Skopelos im Hintergrund, wo ich weggefahren bin, ist weit, weit weg.


 Dort habe ich Glück und das Meer wird spiegelglatt - was eher selten ist.


Die Nordwestküste ist wild und abwechslungsreich. Was mich am meisten fasziniert: Ich sehe nur am Beginn ein Fischerboot und sonst NIEMANDEN! Es beschleicht mich das Gefühl, dass hier das Fahren verboten ist, aber ich habe nichts dergleichen gelesen.
Vielleicht bin ich auch auf der falschen Insel, denn mein Navi zeigt zwar die Insel an, hat aber Skopelos umbenannt und daraus Alonissos gemacht, und aus Alonissos Iliodhromia.
Das Meer ist glasklar.

Ich umrunde Alonissos im Uhrzeigersinn, und habe Glück, der wenige Wind kommt immer von hinten.
Nach 6 Stunden Fahrt erreiche ich wieder Skopelos.




Umrundungen

Griechenland ist immer noch ein Land, wo man - im Gegensatz zu Sardinien und Korsika - wenige Einschränkungen hat, wo man den Camper hinstellen kann.

Wenn man, wie hier auf Skopelos, enge Straßen und mühevolle Wendemanöver in Kauf nimmt,

 findet man Plätze direkt am Meer.
















Das Wasser ist oft sehr klar und sauber (so wie an ausgesuchten Plätzen in Sardinien, in Korsika ist es oft schon ziemlich verschmutzt. Man darf nicht übersehen, dass all die Segelboote ihre Klos direkt ins Meer leiten, wenn sie in den Buchten liegen. Das wird dann an die Strände gespült, an denen sie dann baden. Sie baden in ihrem eigenen Klo sozusagen).







Heuer habe ich ein neues Hobby entdeckt: Inseln umrunden. Mit meinem Schlauchboot, das mich mit  meinem Sohn Patrick schon bis zur Mündung der Donau ins Schwarze Meer getragen hat, (siehe auch HIER)  beschloss ich, Skopelos zu umrunden.

Bald nach dem Start sah ich eine Tierleiche im Meer treiben, ich nehme an, ein großer Oktopus.

Die Nordostseite ist wunderschön, mit einsamen Stränden. Eine Ausnahme ist die Kirche, die durch den Film Mamma Mia bekannt wurde (mir nicht, ich habe den Film nie gesehen).

Da sind mir solche Strände schon lieber:



 Höhlen und wunderschöne Felsformationen schaue ich lieber an als Kirchlein als Touristenattraktionen


 Schließlich komme ich wieder in bewohntere Gefielde

und freue mich auf die nächste Umrundung. Alonnyssos wartet.



Donnerstag, 26. April 2012

Reisen durch die EU - ein Beitrag zur Diskussion über den Fortbestand der EU

Zwei Reisen von Wien nach Dresden:
1978 2 Stunden Anstellen bei der tschechischen Botschaft, Antrag für ein Doppeltransitvisum. Geld zahlen dafür. weiterfahren zur Botschaft der DDR. Antrag auf ein Touristenvisum. Geld zahlen dafür. Grenzübertritt Österreich Tschechoslowakei: Einige Stunden Zeit, um die Wachttürme, die Stacheldrähte, die Todeszone, die massiven Schranken zu bewundern. Das Auto wird auseinandergenommen. Fahrt durch die Tschechoslowakei. Trostlos. Betrunkene am Straßenrand. Fahrt über den Grenzübergang Zinnwald, in die DDR. Mehrere Stunden Wartezeit. Das Auto wird auseinandergenommen. Immer im Bewusstsein: Wer hier unbemerkt drüberwill, wird von den Waffentragenden Grenzbeamten erschossen. Innerhalb von 24 Stunden muss man sich bei der Behörde melden. Ein bemerkenswertes Erlebnis: Ich bekomme am Parkplatz einen Stein auf den Kopf - ein Kind hat ihn geworfen und zischt mich an: Scheiß-Kapitalist. Nun, den Eindruck erweckt man auch - man muss täglich mehr Geld umtauschen (Pflichtumtausch), als man ausgeben kann, das beste ist, man ladet alle Freunde ein - dadurch wird man zum Kapitalisten, auch, wenn man lange für dese Reise sparen musste. Ausreise aus der DDR, 5 Minuten zu spät, nachdem das Visum abläuft. Festgehalten für 4 Stunden, dann darf ich weiterfahren. Wieder durch die Tschechei, natürlich Wartezeiten, natürlich wieder gefilzt, bis ich endlich wieder in Österreich bin. 2012: Ich setze mich spontan ins Auto und bin ohne Grenzübertritt und Wartezeiten 6 Stunden später in Dresden. Diejenigen, die den Auseinanderfall der EU sich wünschen, wissen nicht, wovon sie reden.