Skopelos und Alonnysos habe ich schon umfahren. Nun ist Skiathos dran. Ausgangspunkt ist unser Lieblingscampingplatz, in Kastri am Pilion, wo man surfen, klettern und Sandburgen bauen kann.
Es ist 7 Uhr, ich möchte vor dem unangenehmen Nordwind beim Nordkap sein. Mit meinem 3m langen Boot ist bei Wellen und Gegenwind bald Schluss mit Lustig.
Zu meiner Überraschung ist relativ viel Nordwind, daher halte ich mich am linken Ufer. Der Wind wird stärker. Jetzt müsste ich 10 km gegen den Wind fahren ... Freundlicherweise kommt genau im richtigen Augenblick ein Frachter vorbei, wo ich mich anhängen kann. Ich kreuze in seine Spur, erwische ihn und halte mich 20 Meter hinter ihm, wo das Wasser zwar von der Schraube verwirbelt aber glatt ist.
Ich folge ihm bis ich auf Höhe des Nordkaps von Skiathos bin und somit quer zu den Wellen fahren kann. Der Pilion ist schon weit weg, das Nordkap noch nicht wirklich nahe ...
Das Nordkap ist wunderschön, einsame Strände, pittoreske Felsen ...
Dann biege ich wieder nach Süden um, zwischen Skiathos und Skopelos.
Ab jetzt Rückenwind.
Auf einer vorgelagerten Insel finde ich einen wunderschönen Sandstrand. Pause ...
Strandwanderung ... das einzige, was stört, ist der Plastikmüll. Aber er hält sich in Grenzen. Ich habe das Gefühl, es ist weniger Müll als früher.
Bevor ich einen Sonnenstich bekomme, fahre ich weiter, die besiedelte Südküste entlang, einen Kurzbesuch beim Leuchtturm...
Der ist schon über der Hälfte der Überfahrt ...
Hier ist ein gefährliches Riff, das vor einigen Jahren einem Schiff zum Verhängnis wurde. Man kann es in 10 bis 20 Metern Tiefe besuchen.
Der Rest der Fahrt verläuft genauso problemlos.
Frühstück!
Samstag, 3. August 2013
Freitag, 2. August 2013
Sogentlüftung beim Camper-WC entduften
Eine Sogentlüftung ist eine geniale Sache, da man ohne Chemie auskommt. Sie saugt die unangenehmen Düfte ab und leitet sie nach außen. Das Ganze sitzt hinter dieser Klappe:
Hier sieht man den Abluftschlauch, der die Luft nach außen leitet.
Hinter dieser Kappe, die mit 6 Schrauben befestigt ist, befindet sich ein ganz wesentliches Teil, der Aktivkohlefilter. Er nimmt die unangenehmen Gerüche auf.
Irgendwann ist er voll. Man merkt es daran, dass es stinkt.
Ersatz gibt es nur im Spezialhandel. Daher musste ich improvisieren:
Ich kaufte beim Neuber auf der Wienzeile zwei Sackerln Aktivkohle Um Euro 7,50: Granulat und Pellets. Ich schnitt zwei schmale Streifen vom vollen Filter ab, damit die Pellets nicht rausrieseln. Ein Streifen oben, einer unten. Dann die Pellets rein, das Granulat dazumischen. Ob die Pellets reichen würden, weiß ich nicht.
Aus einem Tiefkühlbeutel schnitt ich eine Abdeckfolie, klemmte sie unter den Gummi, klebte sie unten mit Tape fest ... oben muss man sie abschneiden, weil da kommt die Abluft rein.
montieren ...
Fertig. Funktioniert!
Ich habe noch für die nächsten 30 Jahre Aktivkohle übrig.
Hier sieht man den Abluftschlauch, der die Luft nach außen leitet.
Hinter dieser Kappe, die mit 6 Schrauben befestigt ist, befindet sich ein ganz wesentliches Teil, der Aktivkohlefilter. Er nimmt die unangenehmen Gerüche auf.
Irgendwann ist er voll. Man merkt es daran, dass es stinkt.
Ersatz gibt es nur im Spezialhandel. Daher musste ich improvisieren:
Ich kaufte beim Neuber auf der Wienzeile zwei Sackerln Aktivkohle Um Euro 7,50: Granulat und Pellets. Ich schnitt zwei schmale Streifen vom vollen Filter ab, damit die Pellets nicht rausrieseln. Ein Streifen oben, einer unten. Dann die Pellets rein, das Granulat dazumischen. Ob die Pellets reichen würden, weiß ich nicht.
Aus einem Tiefkühlbeutel schnitt ich eine Abdeckfolie, klemmte sie unter den Gummi, klebte sie unten mit Tape fest ... oben muss man sie abschneiden, weil da kommt die Abluft rein.
montieren ...
Fertig. Funktioniert!
Ich habe noch für die nächsten 30 Jahre Aktivkohle übrig.
Mittwoch, 31. Juli 2013
Mittwoch, 5. Juni 2013
In diesem Jahrzehnt schon das zweite Jahrhunderthochwasser
Wir schreiben Mittwoch, den 29. Mai. Ich sitze im Auto in Richtung Holland und höre Nachrichten. Es wird eine Unwetterwanrnung herausgegeben. Über hundert Liter pro Quadratmeter für den Süden Deutschland, Überschwemmungsgefahr. Ich interpretiere das so: Es besteht die Gefahr von Überschwemmungen.
Ich höre auf der langen Reise diese Warnung jede Stunde.
2 Tage lang.
Dann kommt die Flut, wie seit Tagen vorhergesagt.
Eine Woche nach der ersten Warnung regt sich jemand im Fernsehen auf, dass die Behörden zu spät/zuwenig usw. gewarnt hatten.
Wie warnen Behörden? Mit Luftschutz-Sirenen?
Für mich stellt sich die Frage, warum es nicht ausreicht, im Radio zu warnen.
Ist es wirklich das versagen der Behörden (welcher übrigens), wenn die Leute nicht einmal 1 x / Tag das Radio aufdrehen?
1 Woche später. Das im Radio seit 1 Woche angesagte Hochwasser hat zu Überschwemmungen geführt und zu Schäden. Es ist spannend: Die meisten Leute haben nicht reagiert. Manche schon. Ein Hotel hat alles abgedichtet und eine Pumpe läuft. Ein anderes hat abgedichtet und das untere Geschoß mit klarem Wasser geflutet (das Problem ist nicht das Wasser, sondern der Dreck).
Manche Gemeinden haben Hochwasserschutz, benachbarte Gemeinden nicht.
Dort geben die Leute den Politikern die Schuld (und wählen sie aber im Herbst wieder).
Ich verstehe sehr gut, wenn man nichts macht, trotz Warnung. Mache ich auch oft so. Aber ich verstehe nicht, wie man dann anderen die Schuld geben kann. Wenn ich zu faul/bequem/unflexibel/realitätsverweigernd/ oder was immer bin, und eine Warnung bagatellisiere, ist das verständlich, aber wieso ist jemand anderer schuld?
Mich erinnert das an die aktuelle Finanzsituation. Dass das System zusammenbrechen wird, ist vorhergesagt. Wie ein Hochwasser kann es kommen oder auch nicht, später oder früher, stärker oder schwächer. Aber wenn es zusammenbricht, braucht man sich doch nicht zu wundern, oder? Wir alle tragen dazu bei. Immerhin wählen wir mehrheitlich wieder die Politiker, die den Zusammenbruch nicht verhindern wollen.
Genauso werden wir mehrheitlich wieder die Politiker wählen, die lieber streiten als Dämme zu bauen.
Damit wir beim nächsten Jahrhunderthochwasser in ein paar Jahren wieder jammern können.
Ich höre auf der langen Reise diese Warnung jede Stunde.
2 Tage lang.
Dann kommt die Flut, wie seit Tagen vorhergesagt.
Eine Woche nach der ersten Warnung regt sich jemand im Fernsehen auf, dass die Behörden zu spät/zuwenig usw. gewarnt hatten.
Wie warnen Behörden? Mit Luftschutz-Sirenen?
Für mich stellt sich die Frage, warum es nicht ausreicht, im Radio zu warnen.
Ist es wirklich das versagen der Behörden (welcher übrigens), wenn die Leute nicht einmal 1 x / Tag das Radio aufdrehen?
1 Woche später. Das im Radio seit 1 Woche angesagte Hochwasser hat zu Überschwemmungen geführt und zu Schäden. Es ist spannend: Die meisten Leute haben nicht reagiert. Manche schon. Ein Hotel hat alles abgedichtet und eine Pumpe läuft. Ein anderes hat abgedichtet und das untere Geschoß mit klarem Wasser geflutet (das Problem ist nicht das Wasser, sondern der Dreck).
Manche Gemeinden haben Hochwasserschutz, benachbarte Gemeinden nicht.
Dort geben die Leute den Politikern die Schuld (und wählen sie aber im Herbst wieder).
Ich verstehe sehr gut, wenn man nichts macht, trotz Warnung. Mache ich auch oft so. Aber ich verstehe nicht, wie man dann anderen die Schuld geben kann. Wenn ich zu faul/bequem/unflexibel/realitätsverweigernd/ oder was immer bin, und eine Warnung bagatellisiere, ist das verständlich, aber wieso ist jemand anderer schuld?
Mich erinnert das an die aktuelle Finanzsituation. Dass das System zusammenbrechen wird, ist vorhergesagt. Wie ein Hochwasser kann es kommen oder auch nicht, später oder früher, stärker oder schwächer. Aber wenn es zusammenbricht, braucht man sich doch nicht zu wundern, oder? Wir alle tragen dazu bei. Immerhin wählen wir mehrheitlich wieder die Politiker, die den Zusammenbruch nicht verhindern wollen.
Genauso werden wir mehrheitlich wieder die Politiker wählen, die lieber streiten als Dämme zu bauen.
Damit wir beim nächsten Jahrhunderthochwasser in ein paar Jahren wieder jammern können.
Dienstag, 26. März 2013
Frühlingstour auf der Hohen Wand
Endlich Frühling!
Da freut man sich auf eine nette Klettertour in sonnendurchglühtem Fels.
Mit Amina wird das Spaß machen.
Natürlich kommen wir erst um halb 5 Uhr weg, nicht umsonst haben wir von Dietrich Hasse und Lothar Stutte das Attribut "Nachtschmiede" bekommen. Und das schon vor 25 Jahren. Diesem Ruf sind wir treu geblieben.
Bald ziehen wir los, es ist noch hell.
Zuerst geht es durch den Föhrenwald, dann geht die Sonne langsam unter.
Es wird steiler und steiler, dann müssen wir die Griffe und Tritte aus dem Schnee graben.
Bei einem gemütlichen Lagerfeuer wärmen wir uns auf, braten Knabbernossi und essen Kekse dazu.
Dann kommen noch ein paar steile Platten ...
... steile Leitern und viel Schnee. Es kommt Himalaya Feeling auf. Im Winter ist der Hanslsteig nicht zu unterschätzen. Vor allem in der Nacht.
Auf der Hochfläche herrschen geradezu arktische Verhältnisse (Schneesturm), mit etwas Glück finden wir im Dämmerschein des Mondes auf Anhieb den richtigen Abstieg durch die Brunnerries und finden sogar das Auto wieder.
Für einige Stunden waren wir in der Wildnis, haben außer ein paar Wildschweinen, Hasen, Vögeln nichts Lebendes gesehen.
Wir kommen in Wien gerade zurecht, um das 2:2 Tor von Alaba zu sehen.
Da freut man sich auf eine nette Klettertour in sonnendurchglühtem Fels.
Mit Amina wird das Spaß machen.
Natürlich kommen wir erst um halb 5 Uhr weg, nicht umsonst haben wir von Dietrich Hasse und Lothar Stutte das Attribut "Nachtschmiede" bekommen. Und das schon vor 25 Jahren. Diesem Ruf sind wir treu geblieben.
Bald ziehen wir los, es ist noch hell.
Zuerst geht es durch den Föhrenwald, dann geht die Sonne langsam unter.
Es wird steiler und steiler, dann müssen wir die Griffe und Tritte aus dem Schnee graben.
Bei einem gemütlichen Lagerfeuer wärmen wir uns auf, braten Knabbernossi und essen Kekse dazu.
Dann kommen noch ein paar steile Platten ...
... steile Leitern und viel Schnee. Es kommt Himalaya Feeling auf. Im Winter ist der Hanslsteig nicht zu unterschätzen. Vor allem in der Nacht.
Auf der Hochfläche herrschen geradezu arktische Verhältnisse (Schneesturm), mit etwas Glück finden wir im Dämmerschein des Mondes auf Anhieb den richtigen Abstieg durch die Brunnerries und finden sogar das Auto wieder.
Für einige Stunden waren wir in der Wildnis, haben außer ein paar Wildschweinen, Hasen, Vögeln nichts Lebendes gesehen.
Wir kommen in Wien gerade zurecht, um das 2:2 Tor von Alaba zu sehen.
Mittwoch, 8. August 2012
Rund um Alonissos
Weil es mir bei der Umrundung von Skopelos so gut gegangen ist, beschließe ich nach Alonissos zu fahren und auch diese Insel zu umrunden.
Zuerst geht es übers offene Meer:
Den Wind im Rücken geht es mit ca. 20 Km/h dahin und ich erreiche die Insel. Skopelos im Hintergrund, wo ich weggefahren bin, ist weit, weit weg.
Dort habe ich Glück und das Meer wird spiegelglatt - was eher selten ist.
Die Nordwestküste ist wild und abwechslungsreich. Was mich am meisten fasziniert: Ich sehe nur am Beginn ein Fischerboot und sonst NIEMANDEN! Es beschleicht mich das Gefühl, dass hier das Fahren verboten ist, aber ich habe nichts dergleichen gelesen.
Vielleicht bin ich auch auf der falschen Insel, denn mein Navi zeigt zwar die Insel an, hat aber Skopelos umbenannt und daraus Alonissos gemacht, und aus Alonissos Iliodhromia.
Das Meer ist glasklar.
Ich umrunde Alonissos im Uhrzeigersinn, und habe Glück, der wenige Wind kommt immer von hinten.
Nach 6 Stunden Fahrt erreiche ich wieder Skopelos.
Zuerst geht es übers offene Meer:
Den Wind im Rücken geht es mit ca. 20 Km/h dahin und ich erreiche die Insel. Skopelos im Hintergrund, wo ich weggefahren bin, ist weit, weit weg.
Dort habe ich Glück und das Meer wird spiegelglatt - was eher selten ist.
Die Nordwestküste ist wild und abwechslungsreich. Was mich am meisten fasziniert: Ich sehe nur am Beginn ein Fischerboot und sonst NIEMANDEN! Es beschleicht mich das Gefühl, dass hier das Fahren verboten ist, aber ich habe nichts dergleichen gelesen.
Vielleicht bin ich auch auf der falschen Insel, denn mein Navi zeigt zwar die Insel an, hat aber Skopelos umbenannt und daraus Alonissos gemacht, und aus Alonissos Iliodhromia.
Das Meer ist glasklar.
Ich umrunde Alonissos im Uhrzeigersinn, und habe Glück, der wenige Wind kommt immer von hinten.
Nach 6 Stunden Fahrt erreiche ich wieder Skopelos.
Umrundungen
Griechenland ist immer noch ein Land, wo man - im Gegensatz zu Sardinien und Korsika - wenige Einschränkungen hat, wo man den Camper hinstellen kann.
Wenn man, wie hier auf Skopelos, enge Straßen und mühevolle Wendemanöver in Kauf nimmt,
findet man Plätze direkt am Meer.

Das Wasser ist oft sehr klar und sauber (so wie an ausgesuchten Plätzen in Sardinien, in Korsika ist es oft schon ziemlich verschmutzt. Man darf nicht übersehen, dass all die Segelboote ihre Klos direkt ins Meer leiten, wenn sie in den Buchten liegen. Das wird dann an die Strände gespült, an denen sie dann baden. Sie baden in ihrem eigenen Klo sozusagen).
Heuer habe ich ein neues Hobby entdeckt: Inseln umrunden. Mit meinem Schlauchboot, das mich mit meinem Sohn Patrick schon bis zur Mündung der Donau ins Schwarze Meer getragen hat, (siehe auch HIER) beschloss ich, Skopelos zu umrunden.
Bald nach dem Start sah ich eine Tierleiche im Meer treiben, ich nehme an, ein großer Oktopus.
Die Nordostseite ist wunderschön, mit einsamen Stränden. Eine Ausnahme ist die Kirche, die durch den Film Mamma Mia bekannt wurde (mir nicht, ich habe den Film nie gesehen).
Da sind mir solche Strände schon lieber:
Höhlen und wunderschöne Felsformationen schaue ich lieber an als Kirchlein als Touristenattraktionen
Schließlich komme ich wieder in bewohntere Gefielde
und freue mich auf die nächste Umrundung. Alonnyssos wartet.
Wenn man, wie hier auf Skopelos, enge Straßen und mühevolle Wendemanöver in Kauf nimmt,
findet man Plätze direkt am Meer.

Das Wasser ist oft sehr klar und sauber (so wie an ausgesuchten Plätzen in Sardinien, in Korsika ist es oft schon ziemlich verschmutzt. Man darf nicht übersehen, dass all die Segelboote ihre Klos direkt ins Meer leiten, wenn sie in den Buchten liegen. Das wird dann an die Strände gespült, an denen sie dann baden. Sie baden in ihrem eigenen Klo sozusagen).
Heuer habe ich ein neues Hobby entdeckt: Inseln umrunden. Mit meinem Schlauchboot, das mich mit meinem Sohn Patrick schon bis zur Mündung der Donau ins Schwarze Meer getragen hat, (siehe auch HIER) beschloss ich, Skopelos zu umrunden.
Bald nach dem Start sah ich eine Tierleiche im Meer treiben, ich nehme an, ein großer Oktopus.
Die Nordostseite ist wunderschön, mit einsamen Stränden. Eine Ausnahme ist die Kirche, die durch den Film Mamma Mia bekannt wurde (mir nicht, ich habe den Film nie gesehen).
Da sind mir solche Strände schon lieber:
Höhlen und wunderschöne Felsformationen schaue ich lieber an als Kirchlein als Touristenattraktionen
Schließlich komme ich wieder in bewohntere Gefielde
und freue mich auf die nächste Umrundung. Alonnyssos wartet.
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